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Hauptprobe

Heute findet die Hauptprobe statt. Ich bin reichlich nervös. Kann ich die Lieder? Hoffentlich patze ich nicht zu oft. Blenden die Scheinwerfer stark? Sind die Trompeten sehr nahe bei meinen Ohren und wie laut? Mit Getränk, Proviant, Ohropax und vor allem mit Noten und Texten ausgerüstet, mache ich mich auf den Weg.

In der Grüninger Kirche angekommen, kommt bald Ordnung ins anfängliche Gewusel. Julia ordnet den Chor – Flausenkids – der Brüll – und der Erwachsenenchor formieren sich zu einem Ganzen. Zu Beginn werden die Lieder geprobt, damit die Kleinsten bald wieder nach Hause können.

Dann der Durchlauf. Das erste Mal mit allen Instrumenten, den Schauspieler/innen, Kostümen,Tänzer/innen, mit Licht, Geräuschen, Kulissen und vielem mehr. Das Singspiel beginnt, nicht lange und ich tauche ab in die Geschichte – mal lustig – mal ernst – mal sehr berührend. Ich bin stark beeindruckt von den Jugendlichen, wie ausdrucksstark gespielt wird. Hut ab vor den Solos der Kinder und Jugendlichen und vor der Leistung von allen. Es muss nur wenig wiederholt werden. Zwischendurch fühle ich mich wieder in Gedanken zurückversetzt, in die Zeit im Chinderchor, in ein Krippenspiel vor vielen Jahren. Lange ist es her und doch, als wäre es erst gestern gewesen, damals als Engel in einem weissen, langen Kleid. Zurück im Heute: Die Kostüme sind sehr einfach gehalten, wirken aber wahrscheinlich gerade dadurch stark. Mir als Hobbystrickerin gefallen sie sehr gut und da ist einiges an Arbeit dahinter. Meine Vorbereitung wie Getränk und Proviant habe ich benötigt, Ohropax zum Glück nicht, geblendet wurde ich auch nicht, aber um einige Liedtexte war ich noch sehr froh. Ich bin ganz einfach begeistert! Müde und zufrieden gehe ich wieder nach Hause.

Morgen steht die nächste Herausforderung, die Generalprobe an – öffentlich und ausgebucht. Wieder eine neue Erfahrung dann vor Publikum. Ich bin gespannt und freue mich.

Cécile Mächler, Freitag, 9.12.




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